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Ringen um 2,5 Millionen Euro
Landrat Michael Adam macht sich bei Staatssekretär Bernd Sibler für Fördergelder für das Hohenzollern Skistadion stark
Bayerisch Eisenstein. Mit dem Deutschlandpokal am vergangenen Wochenende hat der Skiverband Bayerwald erneut gezeigt, dass das Hohenzollern Skistadion am Großen Arbersee enormes Potenzial hat, um Wettkämpfe auf höchstem Niveau durchzuführen. Doch aufgrund der baulichen und technischen Gegebenheiten haben die Veranstalter bei der Organisation von Wettbewerben immer mit zahlreichen Hürden zu kämpfen.
Die größten Probleme:
Es fehlt eine Wasser- und Abwassererschließung, die für eine dringend notwendige Beschneiungsanlage unabdinglich ist. Es fehlt eine kleine Halle, in der sich Veranstalter, Gäste, Zuschauer und Sportler bei widrigen Wetterbedingungen aufhalten können. Es fehlen Wachskabinen, in denen die Sportler ihre Ski präparieren können. Es fehlt ein kleiner Fuhrpark mit Schneefräse und Radlader, um das Skistadion zu bewirtschaften. Vom notwendigen Parkplatzausbau gar nicht zu reden.
„Selbst um einen Kaffee zu kochen, müssen wir Wasser nach oben fahren“, schildert Sepp Schneider, Wettkampfleiter beim Deutschlandpokal, recht anschaulich die Situation. „Weil eine Halle fehlt, müssen wir immer Zelte aufbauen. Doch das ist nicht bei jedem Wetter möglich. Gut, dass wir am Wochenende keine da hatten, denn die hätte uns der Sturm weggerissen“, so Schneider weiter.
Von der Situation am Hohenzollern Skistadion hat sich auch Kultusstaatssekretär Bernd Sibler als
Schirmherr beim Deutschlandpokal ein Bild gemacht. Bei dieser Gelegenheit erinnerten Schneider, Landrat Michael Adam und Hans Plötz, Präsident des Skiverbands Bayerwald, den Staatssekretär
daran, dass Ministerpräsident Horst Seehofer bei seinem jüngsten Besuch am Arber eine 75-prozentige Förderung für die Weiterentwicklung des Skistadions zugesagt hat. Im Raum stehen Investitionen in Höhe von zirka 2,5 Millionen Euro.
„Dabei fordern wir überhaupt keinen Luxus, sondern nur Unterstützung für dringend notwendige Maßnahmen, damit eine Basis dafür gelegt werden kann, hier auf der Anlage auch in Zukunft Sport auf hohem Niveau zu ermöglichen. Wenn in das Skistadion nicht bald investiert wird, dann sind renommierte Wettkämpfe hier bald nicht mehr möglich“, so Michael Adam.
Der Landrat wies darauf hin, dass die Verantwortlichen in der Region hier schon seit Jahren in Vorleistung gehen und alle Beteiligten an einem Strang ziehen, damit die erforderlichen Eigenmittel so schnell wie möglich beschafft werden können. „Das Landesleistungszentrum wird kein Fass ohne Boden werden. Vielmehr kann der Freistaat hier mit überschaubarem Aufwand ein großartiges sportliches und touristisches Projekt unterstützen“, sagt Adam.
Um weitere Details zu besprechen, hat der Landrat an Sibler geschrieben und um einen Termin im Kultusministerium gebeten. „Bis dahin werden wir dem Staatssekretär alle Planungsunterlagen und
Kostenberechnungen zukommen lassen, damit bei dem Gespräch in München etwas voran geht“, so Adam.
Dann hofft man in der Region nur noch, dass sich Sibler als für Sportstättenbau zuständiger Staatssekretär im Kultusministerium das zu Herzen nimmt, was er in seinem Grußwort beim Deutschlandpokal erwähnt hat: Von einem Schirmherrn wird unter anderem erwartet, dass er den Geldbeutel aufmacht.
- Dateien:
hohenzollern_skistadion.pdf132 K





