Es gibt berechtigte Hoffnung dass wieder alpine Weltcuprennen am Großen Arber stattfinden

aus dem Bereich Skiverband erstellt am 19.01.2012 um 22:38 Uhr

Es besteht wieder Hoffnung auf Weltcuprennen am Arber. Aber es gilt etliche Hausaufgaben bis dorthin zu erledigen ist das Ergebnis eines Spitzengespräches zwischen Vertretern von regionaler Politik und Wintersportverbänden.

Wir nehmen die Herausforderung an um wieder in der höchsten Liga zu spielen, versprach Staatsminister Helmut Brunner.

Weltcuprennen am Großen Arber könnten frühestens 2015 oder 2016 Realität werden, wenn Defizite aus der Vergangenheit aufgearbeitet werden.

Es gibt berechtigte Hoffnung dass wieder alpine Weltcuprennen am Großen Arber stattfinden.  Bei einem von Staatsminister Helmut Brunner initiierten Gespräch mit Spitzenvertretern des deutschen und regionalen Wintersportes, Mandatsträgern der Region und der lokalen Kommunalpolitik wurde die für Irritationen sorgende Meldung, dass der Große Arber aus dem Weltcupkalender gestrichen werde, eruiert und die dazu führenden Hintergründe diskutiert. Fazit ist, dass einiges verbessert werden muss und etliche Hausaufgaben zu erledigen sind  um dann, wie es der Staatsminister formulierte, aus einem Ergänzungsspieler wieder ein Stammspieler zu werden. Dann gebe es berechtigte Hoffnung dass die alpine Weltspitze der Damen 2015 oder 2016 ihre Wettbewerbe am Großen Arber austragen kann.

Über zwei Stunden diskutierte Helmut Brunner im Beisein der beiden Staatssekretäre Bernd Siebler und Markus Sackmann sowie dem Bundestagsabgeordneten Ernst Hinsken mit dem Präsidenten  des Deutschen Skiverbandes (DSV) Alfons Hörmann, dessen Generalsekretär Thomas Pfüller, BSV-Präsidentin Miriam Vogt, den Vertretern des Skiverbandes Bayerwald, der Arber Bergbahn , dem regionalen Weltcup-Organisationskomitees sowie Landrat Michael Adam und dem Zwieseler Bürgermeister Franz-Xaver Steininger über die publizierte Aussage, dass der Arber als Weltcupaustragungsort nicht mehr im aktuellen Kalender der FIS aufgenommen worden sei.

Sachlich und konstruktiv sei die Diskussionsrunde verlaufen, so Helmut Brunner beim anschließenden Pressegespräch. Auch seien dabei die Fakten offengelegt worden, die dazu führten, dass die Absage für den Arber ausgesprochen wurde. Für die Jugend und nachfolgende Generationen müsse die gleiche Möglichkeit gegeben werden sich im Breitensport, in der Talentförderung und dem daraus resultierenden Spitzensport sich entwickeln zu können um sportliche Aushängeschilder, ähnlich eines aktuell Severin Freund oder Florian Graf aus der Region entwickeln zu können, so Brunner.

Damit einhergehend müsse auch, dass auch künftig derartige Veranstaltung in die Region vergeben werden, so der Staatsminister. Aber dazu gelte es auch etliche Hausaufgaben zu erledigen  um wieder auf Augenhöhe mit Weltcuporten wie etwa Garmisch oder Ofterschwang zu agieren. Bei dem Gespräch habe man zusammengefunden, die Defizite aufgearbeitet  um, wie es der Staatsminister verdeutlichte, einen dauerhaften Imageschaden für die Region abzuhalten. „Es sind viele Zutaten notwendig um wieder ein schmackhaftes Essen zu kreieren“ formulierte es Helmut Brunner bildlich.

Der  Schwung, der vom Arbergipfelgespräch vom Sommer letzten Jahres zum Thema Verbesserung des regionalen Spitzensportes ausging, werde aufgenommen, um mit Unterstützung  aller am Weltcupgeschehen  beteiligten Institutionen und Verbände an einer Renaissance der Weltcuprennen am Arber zu arbeiten. „Aus der gefällten Entscheidung sehen wir eine Herausforderung aus der wir gestärkt hervorgehen und machen nunmehr aus der Krise ein Chance, müsse es heißen Aufbruch statt Abbruch“  so Helmut Brunner.

Es war ein schleichender Prozess über die letzten zehn Jahre, der zu dieser Herausnahme der Arberrennen aus dem Rennkalender führte, so Alfons Hörmann die Sichtweise des Internationalen Skiverbandes (FIS) darstellend. Infrastrukturelle Probleme, organisatorische Defizite oder allgemeine Vorausetzungen seien in die Bewertung miteingefloßen. Ausgenommen war dabei der rein sportliche Part, der immer auf höchstem Weltniveau ablief, oder auch die Zusammenarbeit mit der Arber-Bergbahn, so Alfons Hörmann deutlich,  auch Positives darstellend. Der DSV sei um seine Eigenfinanzierung weiterhin  aufrechterhalten zu können gefordert das Ziel 30+X Weltcuptage disziplinübergreifend in Deutschland abwickeln zu können. Dabei muss man mit regionalen Organisationskomitees ins Rennen gehen, die international hohes Ansehen genießen.  Es ist ein klares Signal an die örtlich Verantwortlichen bestehende Strukturen zu erörtern, eine personelle Neuaufstellung anzugehen und sich nicht auf einem Bestand auszuruhen.  „Es gilt die Neubewertung anzunehmen, ein neues Konzept unter Einbindung neuer Märkte, etwa der Tschechischen Republik zu entwickeln um dann ein neues Markenzeichen Weltcup am Arber zu sichern und etablieren“ so der DSV Präsident deutlich. Von seiner Seite kam für den DSV die Zusage das regionale Team aktiv und partnerschaftlich zu begleiten. Sollte sich zudem die Möglichkeit ergeben, dass der DSV gefordert sei ein zusätzliches Weltcuprennen abzuwickeln sei der Arber der Ergänzungsspieler Nummer 1, so Alfons Hörmann, wobei dann aber auch die Medien und Sponsoren in die gleiche Richtung mitgehen müssten. Nunmehr seien zwei bis drei Jahre Zeit um an eine Neuaufstellung heranzugehen um dann ab 2015 oder 2016 im Wechsel mit Ofterschwang wieder im Weltcupkalender Einzug zu finden.

Für die Region habe das Treffen eine besondere Bedeutung ergänzte Miriam Vogt, sei hier der mitgliederstärkste Skiverband mit immerhin 65.000 Mitgliedern beheimatet. Die derzeitige Unzufriedenheit biete die Chance die Herausforderung anzunehmen um wieder in die Königsklasse zurückzukehren. „Wir müssen uns auf die Reise machen um die anerkannt hohe Wintersportbegeisterung der Region auszunutzen und insbesondere dem Nachwuchs wieder die Chance zu einem internationalen Wettbewerb zu geben“. Unisono merkten die Bernd Siebler und Markus Sackmann und auch Ernst Hinsken an, die Kritikpunkte als Arbeitsaufträge anzunehmen, vor Ort zu analysieren und daraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen. Die Region wird nicht Trübsal blasen  sondern die Initiative für eine Austragung von Weltcuprennen vor Ort angehen. In gleicher Weise äußerste sich Michael Adam, der einen guten Anfang gemacht sah, um Punkte aufzuarbeiten und zu verbessern, um wieder in der höchsten Liga spielen zu können. „Wir sind bereit als Region zu analysieren und uns dann zu verbessern“ so Regens neuer Landrat. Und dann zeigte sich der Arber zum Ende des Gespräches dann auch noch von seiner besten Seite strahlte ein weiß-blauer Himmel über einen in Schnee getauchten Berg, so als  möchte der Berg das seine dazutun, das Blatt noch einmal zu wenden.