Hermann Kastl als Vorsitzender des Fördervereins Landesleistungszentrum Arber e.V. bestätigt
Weitere Investitionen nötig

Hermann Kastl (3. Von links) wurde als Vorsitzender des Förderverein Landesleistungszentrum Arber e.V. wiedergewähtl. Als Stellvertreter fungieren Heinz Wölfl, Franz Löffler und Thomas Liebl, als Schatzmeister Paul Wölfl (von links). Rechts im Bild der Präsident des Skiverbandes Bayerwald Hans Plötz.
Spitzensportler sollen auch weiterhin aus der Region kommen, die Reihe eines Michael Uhrmann, einer Monika Bergmann oder eines Florian Graf, verlängern. Zudem sollen die Trainingsanlagen des Landesleistungszentrums auch künftig den immer mehr steigenden Anforderungen zur Abhaltung überregionaler Veranstaltungen Rechnung tragen. Um dieses Ziel zu erreichen wird es notwendig sein weitere Investitionen zu tätigen. Die Grundstimmung der Anwesenden bei der Mitgliederversammlung „Förderverein Landesleistungszentrum Arber e.V.“ war deshalb diesen nächsten Schritt anzugehen und um Zustimmung, unter anderem in den Landkreis –und Kommunalparlamenten, zu werben. Bei den fälligen Neuwahlen wurde die Vorstandschaft um Hermann Kastl in ihren Ämtern bestätigt.
Als Tagungsort der Mitgliederversammlung wurde heuer das Hohenzollernskistadion gewählt, um nicht nur die Anlagen und das bisher Geschaffene zu präsentieren sondern um sich auch ein Bild der jungen Sportler aus allen Disziplinen machen zu können. Diese absolvierten gleichzeitig einen Konditionswettkampf, um sich bereits auf die nächste Saison vorbereiten.
Nicht zuletzt wollte die Vorstandschaft die Mitglieder vor Ort von der Notwendigkeit weiterer wichtiger Investitionen informieren und überzeugen, so der Vorsitzende Hermann Kastl in seiner Begrüßung. Seit Mai 2009 wurden fünf Vorstandssitzungen abgehalten bei denen unter anderem die Finanzen des Vereins durch Werbung und Produktprospekt, der Anbau an zwei Gebäude und die Installierung einer Geothermieheizung, die Planung und Realisierung einer Photovoltaik-Anlage auf der ehemaligen Salzhalle oder auch die Problematik des Abwassers und eine maschinelle Beschneiung im Stadiongelände bearbeitet, besprochen oder auch realisiert wurden.
Neben Unterhalts- und Baumaßnahmen wurde auf den Anlagen fleißig trainiert und etliche teils hochkarätige Winter- und Sommerveranstaltungen durchgeführt, so Hermann Kastl.
Bei einem Investitionsvolumen von über 4 Millionen in die Anlage des Landesleistungszentrums sind derzeit noch Restschulden von knapp 140.000 € zu verzeichnen. Nach wie vor hat der Verein aber vor Probleme, den Schuldenstand, wie geplant abzubauen und gleichzeitig die laufenden Unterhaltskosten abzudecken, so der Vorsitzende weiter.
Die Einnahmen aus Veranstaltungen und Werbung einschließlich Zusatzeinnahmen wie „Schneider-Events“ decken knapp die Auslagen, so Herman Kastl auch hinweisend dass Rücklagen zu bilden oder gar Neubeschaffung von Geräten, etwa ein Spurgerät, weder berücksichtigt noch möglich sind.
Die Notwendigkeit einer zumindest punktuellen Beschneiung im Hohenzollernstadion wird von allen kommunalen, sportlichen und kommerziellen Vertretern befürwortet, so Herman Kastl auf geplante Maßnahmen hinweisend. Dies hätte zur Folge, dass gleichzeitig der ohnehin längst notwendige Wasser- und Abwasseranschluss als Voraussetzung für die künftige Nutzung der Gebäude zu verwirklichen wäre.
Ein Containergebäude aus Ruhpolding wird derzeit im Stadion aufgebaut. Der vorliegende Bauplan wurde von den Fachbehörden zwar genehmigt, aber so der Vorsitzende weiter, die Nutzung wird aber nur erteilt, wenn die Wasser- und Abwassersituation gelöst ist. Dank sagte Hermann Kastl zum Schluss seinen Ausführung Allen die sich für den Förderverein und seine Ziel eingesetzt haben.
„Spitzensportler wie Michael Uhrmann, Severin Freund, Florian Graf, Josef Wenzl oder Nachwuchstalente wie Daniel Herzog, Benjamin Ellerbeck, Kristina Wenzl, Johannes Gattermann, die Geschwister Schrötter, Tobias Wanninger, Julia Eichinger, die Geschwister Heider, um nur einige zu benennen, werden mit unserer Region und dem Landesleistungszentrum in Verbindung gebracht und dienen damit auch dem Bekanntheitsgrad des Bayerwalds weit über den Sport hinaus“ so Herman Kastl. Größere Wettkämpfe und Veranstaltungen, Trainingslager von National- oder Verbandsmannschaften bringen Gäste und Übernachtungen und sichern damit Arbeitsplätze, auf die man angewiesen sei argumentierte der Sprecher dafür auch weiterhin alles tun zu müssen, um diese Anlagen im Arberbereich zu sichern und auf den dringend erforderlichen Stand auszubauen.
Von zahlreichen Trainingslehrgängen, unter anderem der Nationalteams aus Korea oder Weißrussland konnte Josef Schneider berichten. Dazu kamen nach den Worten des Stützpunktleiters hochkarätige Wettbewerbe wie der deutsche Alpencup, der Bayerncup oder auch die Deutschen Biathlonmeisterschaften. „Es hat sich herumgesprochen dass das Hohenzollernstadion als ideales Trainingsgelände gilt“ so Schneider. Um dies weiter durchführen zu können bedarf es aber dringend der Möglichkeit maschinell zu beschneien zu können“ so der Hinweis der Stützpunktleiters.
Von 191 Trainingseinheiten auf der alpinen Strecke konnte Thomas Liebl, Leiter der Arber Bergbahn, den verhinderten Sportwart Gerhard Richter vertretend, berichten. Dazu kamen 34 Rennen der verschiedensten Kategorien bis hinauf zu den Weltcupläufen der Damen. „Alpiner Rennsport und touristischer Skisport funktionieren parallel, so Thomas Liebl die Vorzüge der Streckenverbreiterung am Großen Arber heraushebend. Zugleich bringe die permanente Abtrennung der Rennstrecke für die Veranstalter wesentliche logistische Vorteile. „Zwischenzeitlich weiß auch der Deutsche Skiverband um die Möglichkeiten am Arber, so Thomas Liebl, der mehrfach mit seinen Athleten vor Ort war um Trainingsmaßnahmen abhalten zu können.
Über den Stand der Finanzen erstattete Paul Wölfl seinen Bericht, stellte auch notwendige Ausgaben, etwa der Reparatur des Spurgerätes oder die Einsparungen, die die Nutzung der Geothermie als Wärmequelle bringt, heraus. Besonders lobte der Schatzmeiste die Zusammenarbeit mit dem Hause Hohenzollern sowie der Arber Bergbahn. „Sie unterstützen und materiell und administrativ hervorragend“ so Paul Wölfl. Die beiden Kassenprüfer Hans Weininger und Hans Plötz konnten dann von einer einwandfreien Arbeit berichten und um Entlastung bitten.
Für das Skilandesleistungszentrum, das seit 2009 als „Ski-Landesleistungszentrum Arber-Rastbüchl“ firmiert, haben die Verantwortlichen einen ganzen Katalog von notwendigen Planungen, die für den gesamten Bereich des Skilandesleistungszentrum Arber erforderlich sind, zusammengestellt, so Hermann Kastl auf notwendige Maßnahmen hinweisend..
Die Beschneiung des Langlaufbereiches sei inzwischen zu einer unbestrittenen Notwendigkeit geworden, um neben der Konkurrenzsituation zu anderen Orten dem Skinachwuchses und nicht zuletzt auch trainierenden Biathlonnationalmannschaften sichere Trainingsmöglichkeiten zu bieten.
Ausfälle wie etwa die Absage Conti-Cups mit 23 gemeldeten Nationen führen nicht nur zu einem empfindlichen Einnahmeverlust, sondern auch zu einem Prestigeverlust unserer Skiregion, so der Sprecher weiter.
Im Zuge dieser Baumaßnahme könnte dann auch die dringend notwendige Verlegung von Wasser- und Abwasserleitungen für das Hohenzollern-Stadion vorgenommen werden. Die Kostenschätzung anhand vorliegender Planungen sind für das Gesamtprojekt Beschneiung einschließlich gesamter Erdarbeiten und Wasser- Abwasserversorgung auf ca. 1.200.000 € kalkuliert. Landrat Heinz Wölfl stellte dazu zwei verschiedene Finanzierungskonzepte vor und bat die anwesenden Vertreter der Landkreise und der Gemeinden und Städte um intensive Werbung in den Kreis- und Kommunalgremien. „ Wenn wir alle für die Sache einstehen, ist die Maßnahme in Verbindung mit den Zuschuss gebenden Stellen realisierbar“ so Heinz Wölfl. Die Region müssen sich klar werden wohin es mit den regionalen Leistungsport gehen soll, so Heinz Wölfl weiter, der sich dafür aussprach auch weiterhin den Wintersport auf hohen Niveau halten zu können.
In der Vision 2018 spiegle sich die Analyse des Skiverbandes Bayerwald nieder, der sich die Frage stellte: Wo steht der Skileistungssport in der Region Bayerwald. Dabei sei man zum Ergebnis gekommen dass eher ein Abschwung denn ein Aufwind zu spüren sei. Im Hinblick auf die Olympiade 2018 habe man deshalb ein Konzept entwickelt wie der Skisport im Bayerischen Wald wieder an die Spitze gelangen kann. „Die Vision 2018 ist eine Chance für den Bayerwald und ein intensives Anliegen des regionalen Skiverbandes“ so dessen Präsident Hans Plötz, der dafür plädierte dass der Skileistungssport wieder zu einem Qualitätssiegel wird. Auf die Erfolge der Athleten aus dem heimischen Raum hinweisend führte er deshalb selbstbewusst aus in drei Sportarten in der 1. Liga zu spielen.
Vor den Neuwahlen stimmten die Anwesenden einer Satzungsänderung zu die die Amtszeit der Vorstandschaft von zwei auf drei Jahre verlängert und die Erweiterung um einen Stellvertreter vorsieht.
Per Akklamation wurde unter der Leitung von Egid Hofmann und Hans Plötz in die verschiedenen Vorstandsämter gewählt:
1.Vorsitzender 2. Bürgermeister Hermann Kastl, Lindberg
Stellvertretender Vorsitzender Landrat Heinz Wölfl, Regen
Stellvertretender Vorsitzender Landrat Franz Löffler, Cham
Stellvertretender Vorsitzender 1. Bürgermeister Thomas Müller, Bayer.Eisenstein
Stellvertretender Vorsitzender Thomas Liebl, Fürstl.Hohenz.Verwaltung
Geschäftsführer und Kassier Paul Wölfl, Bayerisch Eisenstein
Vereinsausschuss:
Stützpunktleiter Biathlon/Langlauf Sepp Schneider, Regen
Stützpunktleiter alpin Gerherad Richter, Bad Kötzting
Bezirksvertreter Oberpfalz Karl-Heinz Sölch, Cham
Landkreisvertreter Cham, Egid Hofmann, Neukirchen b.hl.Blut
Gemeindevertreter Oberpfalz:
1.Bürgermeister Lam, Klaus Bergbauer
1.Bürgermeister Bad Kötzting, Wolfgang Ludwig
1.Bürgermeister Lohberg, Franz Müller
1.Bürgermeister Arrach, Josef Schmid
Gemeindevertreter Niederbayern:
1.Bürgermeisterin Regen, Ilse Oswald
1.Bürgermeister Zwiesel, Franz-Xaver Steininger
1.Bürgermeister Bodenmais, Michael Adam
1.Bürgermeister Langdorf, Otto Probst
Der jeweilige Kommandeur PzGrenBtl 112, Regen
Der jeweilige Kommandeur der Bundespolizei Deggendorf
Vereinsvertreter Oberpfalz, Otto Klingseisen ,SpVgg Lam
Vereinsvertreter Niederbayern, Alfons Piermeier,TSV Regen
Schulvertreter Oberpfalz, Josef Baumann, Arrach-Haibühl
Schulvertreter Niederbayern, Reiner Gattermann, Realschule Zwiesel
Vertreter private Mitglieder :
Martin Adam, Lindberg
Aschenbrenner Gerhard, Arrach
Kassenprüfer:
1. Bürgermeister Johann Weininger, Drachselsried
BLSV Kreisvorsitzender Hans Plötz, Viechtach

