Landesleistungszentrum Arber-Rastbüchl

aus dem Bereich Skiverband erstellt am 18.05.2009 um 16:34 Uhr
Von: Richard Richter

Zwei prägnante Punkte prägten die Generalversammlung des Fördervereines Landesleistungszentrum Arber. Zum einen wurde mit der Aufnahme des Regionalstützpunktes Rastbüchl das Landesleistungszentrum um eine Skisprunganlage erweitert und firmiert nunmehr unter dem Namen Landesleistungszentrum Arber-Rastbüchl. Zum anderen wurde Hermann Kastl als neuer 1. Vorsitzender gewählt und folgt damit Eisensteins Bürgermeister Thomas Müller in diesem Amt nach.

Die Aufnahmeurkunde in das Landesleistungszentrum konnten (von rechts) Alois Uhrmann (WSV Rastbüchl), Helmut Röhrl (Bürgermeister Breitenbrunn) und Franz Meyer (Landrat Landkreis Passau) aus der Hand von Skiverbandspräsident Klaus Köppe entgegennehmen. (Foto: Richter)

Die engere Führungsmannschaft des Fördervereines Skilandesleistungszentrum Arber-Rastbüchl e.V.: (von rechts) Paul Wölfl (Kassier und Geschäftsführer), Klaus Köppe Präsident Skiverband Bayerwald), Hermann Kastl (neuer 1. Vorsitzender) sowie Thomas Müller, Heinz Wölfl (die stellvertretenden Vorsitzende), Egid Hofmann (Landkreisvertreter) und Thomas Liebl (stellvertretender Vorsitzender) (foto: Richter)

Die Skisprunganlage in Rastbüchl ergänzt das Skilandesleistungszentrum. (Repro: Richter)

Die großen Maßnahmen sind abgeschlossen so Thomas Müller in seiner Begrüßung in der Eisensteiner Hütt`n am Großen Arber. Auf einen, auch international, guten Klang kann das Landesleistungszentrum nicht zuletzt nach der Durchführung hochrangiger Sportereignisse verweisen.

Von einer perfekten Zusammenarbeit mit der Arber-Bergbahn konnte Gerhard Richter bei seinen Sachstandsbericht aus dem alpinen Bereich berichten. 30 Rennen wurden im Landesleistungszentrum abgehalten. Positiv sind die vielen Variationen hinsichtlich der Auswahl der Trainingsstrecken. Neben den Mannschaften des Skiverbandes trainieren zahlreiche Vereinsteams sowie die Athleten aus dem benachbarten Tschechien. Bei 90 Trainingseinheiten am Großen Arber wurden in Summe 49 Läufe gesteckt. Die Sicherheit für die Trainierenden als auch die Skifahrer rückt immer mehr in den Focus, so dass ein Materialdepot entlang der Trainingsstrecke optimal wäre. Flutlicht entlang des Landsleistungszentrums oder ein eigenen Trainingslift, auch diese Visionen stellte der Sportwart alpin als Zukunftsgedanken in den Raum.

Auf 930 Metern Höhe gelegen bietet das Hohenzollern-Stadion enorme Schneesicherheit, kann auch ohne künstliche Beschneiung auf einen umfassenden und in der Wintersaison durchgängigen Trainings- und Wettbewerbsbetrieb verweisen. Ob Biathlon-Europacup, Langlauf-Continental-Cup oder Nationalmannschaften aus China, Russland oder Kroatien als Trainingsstützpunkt, das Hohenzoller-Stadion hat seinen guten Ruf gefestigt, bietet mit seinen acht verschiedenen Streckenlängen perfekte Vorraussetzungen, so Sepp Schneider.

„Zusammenhalt macht stark“ äußerte dann auch Thomas Müller unisono mit Skiverbandspräsident Klaus Köppe mit Blick auf die beiden Trainingszentren und bezeichnete die Zusammenarbeit gerade in den letzten drei Jahren mit den Verantwortlichen Sportwarten Gerhard Richter und Sepp Schneider sowie Thomas Liebl von der Arber –Bergbahn als so gut wie noch nie.

Dem Kassenbericht von Paul Wölfl war zu entnehmen dass die großen Maßnahmen abgeschlossen sind und nunmehr die Restfinanzierung abzuwickeln sei. Der laufende Betrieb im Hohenzollern-Stadion verschlingt mehr als kalkuliert verschlingt, weshalb hier nicht zuletzt auch von Landrat Heinz Wölfl angemahnt wurde entgegenzusteuern, etwa mit einer verstärkten Vermarktung der Werbeflächen an den Schießständen. Dem Kassier wurde von den beiden Kassenprüfern Hans Plötz und Hans Weininger gute Arbeit bescheinigt und die Entlastung einstimmig erteilt.

Rudolf Feuchtenberger, Vizepräsident des Bayerischen Skiverbandes sah das Landesleistungszentrum am Arber als das abgerundetste an.

36 Schüler stellten sich heuer der Anforderung zur Aufnahme in eine der fünf Partnerschulen des Wintersportes in der Region um den Arber. Die Leistungen wurden dabei von Klaus Köppe und Reiner Gattermann gleichermaßen als äußerst gut bezeichnet. Der Antrag auf Annahme des Regionalstützpunktes Rastbüchl in das Landesleistungszentrum wurde einstimmig befürwortet. In Rastbüchl sei die einzige Skisprunganlage Niederbayerns und der Oberpfalz situiert. Die Baptist- Kitzlinger Schanzenanlage bedarf einer umfangreichen Modernisierung. Im Vorfeld befürworteten und unterstützten der Bayerische Skiverband als auch der Skiverband Bayerwald die Aufnahme ebenso wie die Gemeinde Breitenberg und verschiedene weitere Gremien diesem Schritt zustimmten und damit auch die einhergehende Namensänderung in „Skilandesleistungszentrum Arber-Rastbüchl“ akzeptierten. Franz Meyer sah die Aufnahme von Rastbüchl als großen Tag für den WSV Rastbüchl, die Gemeinde Breitenbrunn als auch den Landkreis Passau an. 20 Jahre Aufbauarbeit finden damit ihren Höhepunkt, so der Landrat und frühere Finanzstaatssekretär. Die Kooperation bringt zum Ausdruck gemeinsam noch stärker zu sein, so Passaus Landkreischef nicht ohne Stolz. „Wir werden jetzt gleich hinter dem anerkannten Leistungszentrum Arber genannt“ freute sich Breitenbrunns Bürgermeister Helmut Röhrl, der zudem anmerkte auf gute Sportler, Michael Uhrmann ist weltweit bekannt, sowie viele talentiert Nachwuchsspringer verweisen zu können.

Unter der Leitung des Wahlausschuss mit Egid Hofmann als Leiter sowie Wolfgang Ludwig und Herbert Schreiner wurden die fälligen Neuwahlen durchgeführt.

Gewählt wurden von den Anwesenden als 1. Vorsitzender Hermann Kastl, als stellvertretende Vorsitzende die beiden Landräte Heinz Wölfl und Theo Zellner, Bürgermeister Thomas Müller sowie der Leiter der Arber-Bergbahn Thomas Liebl. Kassier und Geschäftsführer in Personalunion bleibt Paul Wölfl.

Im Vereinsausschuss tätig sind: Sepp Schneider (Stützpunktleiter Biathlon/Langlauf), Gerhard Richter (Stützpunktleiter alpin), Karl Heinz Sölch (Bezirksvertreter Oberpfalz), Egid Hofmann (Landkreisvertreter Cham). Als Gemeindevertreter erhielten die Bürgermeister Klaus Bergbauer (Lam), Wolfgang Ludwig (Bad Kötzting), Franz Müller (Lohberg), Josef Schmid (Arrach) Ilse Oswald (Regen)Robert Zettner (Zwiesel), Michael Adam (Bodenmais) und Otto Probst (Langdorf) das Vertrauen. Kraft Amtes sind der Kommandeur des PzGrenBtl 112 aus Regen sowie der Kommandeur der Bundespolizei Deggendorf in der Führungsriege vertreten. Otto Klingseisen (Vereinsvertreter Oberpfalz), Alfons Pielmeier (Vereinsvertreter Niederbayern), Josef Baumann (Schulvertreter Oberpfalz), Reiner Gattermann (Schulvertreter Niederbayern) sowie Gerhard Aschenbrenner, ASV Arrach und Martin Adam TSV Lindberg vervollständigen das Führungsteam.

Die Kasse prüfen auch weiterhin Hans Plötz und Hans Weininger.

In seiner Einführungsrede bedankte sich Hermann Kastl für das Vertrauen, versprach die weiterhin homogene Zusammenarbeit mit dem Skiverband und äußerte auch weiterhin den Leistungsport fördern und junge Sportler unterstützen zu wollen.