Ministerpräsident Horst Seehofer hört sich Sorgen des Skilandesleistungszentrums an

Richard Richter, Alexander Muthmann, Hans Plötz, Hermann Kastl, Sepp Schneider, Ernst Hinsken, Horst Seehofer, Helmut Brunner, Willi Killinger
Großer Arbersee. Auf Vermittlung von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner konnten im Rahmen der Deutschen Biathlonmeisterschaften wichtige Gespräche mit Ministerpräsident Seehofer über die Zukunft des Skilandesleistungszentrum Arber und speziell des Hohenzollernskistadions geführt werden.
Mit dabei in der provisorisch für die Soldaten eingerichteten Gerätehalle waren MdB Ernst Hinsken, MdL Alexander Muthmann, amtierender Landrat Willi Killinger, Skiverbandspräsident Hans Plötz, Vorsitzender des Fördervereins Ski-LLZ Arber Hermann Kastl, Vizepräsidenten Sepp Wanninger und Richard Richter und Biathlonsportwart Sepp Schneider.
Hans Plötz erläuterte die Situation des Skiverbands Bayerwald als größten Skigau im Bayerischen Skiverband, der für über 60.000 Mitglieder nur ehrenamtlich geführt und verwaltet wird. Minister Helmut Brunner übergab dem Ministerpräsidenten ein Schreiben des Skilandesleistungszentrums, das die derzeitige Situation aufzeigt und gleichzeitig eine Kostenaufstellung der dringendsten Investitionen beinhalte.
Hermann Kastl erläuterte, dass allein der Unterhalt des Ski-LLZ den Förderverein bis an seine finanziellen Grenzen belaste und somit kaum mehr Mittel für dringende Investitionen bleiben.
Er verwies auch auf die beiliegende Kostenaufstellung, die in 2 Finanzierungsschritten geleistet werden könne.
Dringlichste Baumassnahme sei der Anschluss des Biathlonstadions an die Wasser- und Abwasserversorgung am Großen Arbersee, verbunden mit einer Zuleitung für die Beschneiung. Zusammen mit Schneepropellern für den Loipenbereich und Ausbau eines aus Ruhpolding abgebauten Funktionsgebäudes mit Toiletten käme diese Investition auf etwa 1,5 Millionen €, abhängig von den Erdarbeiten und Umfang der Beschneiung.
Im 2. Schritt wären Schießstand, Zuschauerbereich mit Besuchergebäude und Tribüne, sowie Zusatzgeräte und Parkplätze erforderlich, die zusammen mit Schritt 1 Gesamtinvestitionen von 2,5 Mill. € erfordern.
Trotz zugesagter Landesmittel bleiben etwa 1.2 Mill. €, die kaum mehr von Landkreis und Mitgliedsgemeinden zu finanzieren wären – dieser Betrag entspräche etwa 5 % der Investitionen in die Chiemgauarena in Ruhpolding als Bundesleistungszentrum.
Sepp Schneider als Biathlonreferent verwies auf die Leistungsstärke der Bayerwaldathleten, aktuell natürlich die Spitzenergebnisse von Florian Graf und Fabian Bekelaer im Beisein des Ministerpräsidenten.
Nur durch großzügige Privatinvestitionen wie der Ausbau des Funktionsgebäudes über die Max-Gallingerstiftung mit Armin Kiendl oder eine 24-KW-Photovoltaikanlage, gesponsert von der Fa. Schmelmer, tragen dazu bei, das derzeit das Ski-LLZ überleben kann.
Horst Seehofer zeigte sich beeindruckt von den Gesamtleistungen und hob seinen positiven Eindruck, den er an diesem Tag gewonnen hatte, nochmals hervor.
Bevor er Versprechungen abgebe, lasse er das Projekt entsprechend prüfen und werde das Ergebnis baldmöglichst dem Skiverband Bayerwald, bzw. Minister Brunner übermitteln.
Eine Notiz „Sehr dringlich“ die der Ministerpräsident auf dem Briefkuvert des Begleitschreibens vermerkt hat, lassen die Verantwortlichen mit einer gewissen Hoffnung in die Zukunft des Hohenzollernskistadions blicken.

