Traum von der Fünf-Sterne-Skiregion

aus dem Bereich Skiverband erstellt am 10.07.2011 um 09:39 Uhr
Von: Stefan Weber (Mittelbayerische Zeitung)

Wenn nach der Olympia-Bewerbung Geld übrig bleibt, wollen sechs Bayerwald-Landkreise auch etwas haben.

Zusammen mit Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (Mitte) machten sich Staatssekretär Markus Sackmann (3.v.l.), BSV-Präsidentin Miriam Vogt und dem Präsidenten des Skiverbandes Bayerwald, Hans Plötz (l.) sowie die Landräte (v.l.) Franz Meyer (Passau), Alfred Reisinger (Straubing-Bogen), Heinz Wölfl (Regen), Peter Erl (Deggendorf) und Helmut Behringer (Freyung-Grafenau) Gedanken über die Zukunft des Wintersports. Foto: S. Weber

Während die Enttäuschung über die Absage für die Olympischen Winterspiele 2018 in Bayern noch gar nicht verklungen ist, macht sich am Freitagvormittag schon eine große Runde auf den Weg zum Großen Arber. Beim sogenannten Arbergipfel wird auch über Geld geredet, das durch die nicht gelungen Bewerbung frei werden müsste. Geladen hatte Helmut Brunner, Bayerischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Das Ziel, das er vorgibt lautet: „Der Bayerwald muss eine Fünf-Sterne-Skiregion werden.“

Dem Ruf sind die sechs Landräte der Landkreise Cham (Franz Löffler), Regen (Heinz Wölf), Passau (Franz Meyer), Alfred Reisinger (Straubing-Bogen), Peter Erl (Deggendorf) und Helmut Behringer (Freyung-Grafenau) gefolgt – außerdem auch Sozial-Staatssekretär Markus Sackmann, BSV-Präsidentin Miriam Vogt und Hans Plötz als Präsident des Skiverbandes Bayerwald. Grundgedanke dieser Zusammenarbeit über sechs Landkreise hinweg: Nur gemeinsam können die notwendigen Fördergelder beantragt werden, so gut kennt der Minister seinen „Chef“ Horst Seehofer – und was die Landräte an Geld für notwendige Investitionen brauchen, zeigt sich, ist gar nicht wenig.

Franz Löffler steigt als erster gleich mit der größten konkreten Summe ein: Elf Millionen würden gebraucht – natürlich auch finanziert durch eigene Mittel. So würden für einen neuen Lift bei der Hohenbogenbahn alleine acht Millionen Euro fällig. Außerdem würden – schließlich sei der Wintersport identitätsstiftend für die gesamte Region – im Landkreis Cham weitere Investitionen in Verkehrswege und die Infrastruktur im Touristischen Bereich, Hotels etwa, notwendig. Zum Thema Zusammenarbeit verwies Löffler darauf, dass der Landkreis Cham ebenfalls mit in das Landesleistungszentrum (LLZ) am Arber im Landkreis Regen investiert habe.